Unsere Sponsoren

  • DECTRIS
  • Raiffeisen
  • Maler Wind
  • Schweizerische Mobiliar
  • Kantonsspital Baden AG
  • Regionalwerke AG Baden
  • Eglin Elektro AG
  • Metzgerei Müller
  • Ops One AG
  • Schmäh Offset & Repro AG
  • Swisslos-Sportfonds Aargau
  • Grieder Sport

Vielen Dank!

Weitere Informationen zu unseren Sponsoren finden Sie auf der Partnerseite.

Partner
VBC Kanti Baden
HomeTeamsVereinPartnerSponsoringGalleryLogin
Damen 1Herren 1KontaktBeach Club
PressPress
Druckversion

15.03.2019

Keiner will die Favoritenrolle: Das Lokalderby im ersten Playoff-Final-Spiel

Aargauer Zeitung

Larissa Gassmann

Volleyball Im Playoff-Final der 1. Liga treffen die Frauen des BTV Aarau auf den VBC Kanti Baden. Das Lokalderby wirkt wie ein Duell Gross gegen Klein. Nur ist nicht immer klar, wer genau welche Rolle innehat.

Die 1. Liga im Volleyball kann am Sonntag mit einem ganz besonderen Duell aufwarten. Die Lokalrivalen VBC Kanti Baden und BTV Aarau treffen in der ersten Partie des Playoff-Finals aufeinander – wieder einmal. Bereits in der Qualifikationsrunde der Gruppe C mussten die zwei Teams gegeneinander antreten.

Beide Direktduelle hat der VBC Kanti Baden mit 3:2 für sich entschieden. Am Schluss landete der VBC auch dank dieser beiden Siege auf Platz eins der Tabelle. Und das mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den BTV Aarau.

Es folgten für beide Spiele gegen die erst- und zweitplatzierten Mannschaften aus der Gruppe D, namentlich VC Smash Winterthur und VBC Galina. Die Siege in den Playoff-Halbfinals führen nun beide Aargauer Teams wieder zusammen. Für Baden-Trainer Moritz Fischer ist dies eine aussergewöhnliche Situation.

«Viele Spielerinnen der beiden Teams kennen sich, es sind deswegen sicherlich mehr Emotionen im Spiel als sonst», sagt er auf das Derby angesprochen. Harald Gloor, der Trainer des BTV Aarau, sieht das Ganze ähnlich. Auch das Publikum werde alles geben: «Es wird ein harter Kampf werden, in dem es darum gehen wird, mental stark zu sein.»

Für beide Teams sind die Spiele um den Direktaufstieg in die Nationalliga B wichtig. Den Umweg über die Barrage möchten sie nicht gehen. Der BTV Aarau wird in beiden Spielen (die zweite Partie findet am 23. März in Aarau statt) auf zwei wichtige Spielerinnen verzichten müssen, die schon seit längerer Zeit verletzungsbedingt fehlen.

Für Trainer Harald Gloor, der vier Jahre lang auch die Frauen des VBC Kanti Baden gecoacht hat, ist das kein Grund, nervös zu werden. Auch der Druck, den Aufstieg schaffen zu wollen, bringt ihn nicht aus der Ruhe.

«Allen Spielerinnen war von Anfang an bewusst, dass wir den Aufstieg unbedingt realisieren wollen. In jedem Spiel mussten sie eine gute Performance abliefern, sie haben sich mittlerweile an den Leistungsdruck gewöhnt», sagt Gloor. «Baden muss zuerst beweisen, dass auch sie damit umgehen können.»

Finanziell gut aufgestellt

Der BTV Aarau hat im schweizweiten Vergleich ein beachtliches Budget und zudem ein professionelles Trainerteam zur Verfügung, das die Spielerinnen der ersten Mannschaft viermal pro Woche fordert. In diesem Bereich ist das Duell gegen Baden fast wie ein Vergleich Gross gegen Klein.

Ein weiterer Vorteil für den BTV Aarau könnte das Wissen von Gloor über die Badener Spielerinnen, die ihm seit seiner Zeit als Talent-Coach bekannt sind, sein. Trotz all diesen Faktoren sieht er lieber Kanti Baden in der Favoritenrolle. «Nach zwei verlorenen Direktduellen gehen wir definitiv nicht als Favorit in die Partien. Die Hauptverantwortung liegt bei Baden», sagt Gloor.

Doch von der Favoritenrolle oder gar grossen Aufstiegsträumen möchte auch Kanti-Baden-Trainer Moritz Fischer nichts wissen. «Den Aufstieg haben wir nicht als Pflicht-, sondern als Optimalziel definiert. Für uns ist es ein Spiel auf Augenhöhe.» Den kleinen, aber feinen Unterschied könnte laut Fischer sein breit aufgestelltes Kader machen. Im Gegensatz zum BTV seien sie weniger abhängig von Einzelspielerinnen.

Doch genau diese sollen für Aarau den Unterschied machen. Für den BTV, der sich schon früh das Ziel gesetzt hat, seine Mannschaft auf NLB-Level zu bringen, kommt eigentlich nur der Aufstieg infrage.

Das Frauenteam, das vor der laufenden Saison noch in der 2. Liga gespielt hat, soll das Steckenpferd werden für den Verein, der gerne und viel in den Nachwuchs investiert. Der Aufstieg soll laut Gloor vor allem dazu dienen, den Spielerinnen aus der Region zu ermöglichen, auf Topniveau zu spielen.

Beim VBC Kanti Baden wäre das ähnlich. Wie Gloor liegt auch Fischer der Nachwuchs am Herzen. «Unser Verein setzt schon lange auf die Ausbildung regionaler Spielerinnen. Das ist unsere DNA», verrät Fischer.

Schon einmal in der NLB

Für den Nachwuchsbereich des BTV wäre der Aufstieg eine grosse Chance, sagt Gloor. Doch diese möchte auch der VBC Kanti Baden nutzen, der bereits einmal in der Nationalliga B mitmischen konnte, bevor er dann 2015 einen Doppelabstieg des Männer- und des Frauenteams verkraften musste.

Bei einem neuen Wiederaufstieg soll das verhindert werden. «Wir haben mit viel Arbeit, Herzblut und Toptalenten aus der Region zurück zum Erfolg gefunden. Wir sind an einem anderen Punkt als damals und hätten dadurch den Aufstieg verdient», ist Moritz Fischer überzeugt.

Copyright © 2015 VBC Kanti Baden - Alle Rechte vorbehalten.