Unsere Sponsoren

  • DECTRIS
  • Raiffeisen
  • Maler Wind
  • Schweizerische Mobiliar
  • Kantonsspital Baden AG
  • Regionalwerke AG Baden
  • Eglin Elektro AG
  • Metzgerei Müller
  • Ops One AG
  • Schmäh Offset & Repro AG
  • Swisslos-Sportfonds Aargau
  • Free's
  • JAKO

Vielen Dank!

Weitere Informationen zu unseren Sponsoren finden Sie auf der Partnerseite.

Partner
VBC Kanti Baden
HomeTeamsVereinPartnerSponsoringGalleryShopLogin
StrukturenLeitbildVolleyschuleLageplanDownloadsArchiv
PressPress
Druckversion

09.04.2003

Nationalliga-A-Team mangels Geld vor der möglichen Auflösung

Kanti Baden droht der Kollaps

Aargauer Zeitung

Trotz sportlichen Höhenflügen droht den NLA-Volleyballern von Kanti Baden der Absturz.

Wie eine Ohrfeige

Die Mitteilung des Vorstandes muss für die Spieler von Kanti Baden wie eine Ohrfeige gewirkt haben. Nur einen Tag nachdem sie mit einem 3:1-Sieg gegen Appenzell letztlich souverän den Verbleib in der Nationalliga A geschafft hatten, offenbarte ihnen Präsident Reto Huber die Sparmassnahmen für die nächste Saison. «Aus finanziellen Gründen können wir uns für die nächste Saison keinen Ausländer mehr leisten», sagte Huber. «Ausserdem müssen die Spieler künftig einen Teil der Spesen selber tragen.» Einen Bus zu den Auswärtsspielen beispielsweise könne der Vorstand nicht mehr zur Verfügung stellen, weil «einige Nebensponsoren ausgestiegen sind».

Bezahlen Spieler Spesen selber?

Ein harter Schlag für die Spieler, zumal sie in der abgelaufenen Saison bereits auf einen Physiotherapeuten verzichten mussten. Und ein harter Schlag noch dazu, weil sie die letzten drei Spiele allesamt gewonnen und damit im Kampf um den Ligaerhalt unverhofft noch vier entscheidende Punkte Rückstand wettgemacht hatten. «Der Lohn dafür steht nun in einem seltsamen Verhältnis», lässt Kanti-Captain Didier Perret Missmut erkennen.

Keine andere Wahl

«Wir haben keine andere Wahl», badauert Präsident Huber die unpopulären Massnahmen. Das Budget für das NLA-Team müsse in der nächsten Spielzeit von 85 000 Franken auf rund 60 000 bis 65 000 Franken reduziert werden, «ansonsten riskieren wir, die Finanzen nicht mehr im Griff zu haben.» Und eine ausgeglichene Rechnung, betont Huber, «ist unser oberstes Gebot.» Wichtiger noch als die Ligazugehörigkeit.

Denn mit den Sparmassnahmen riskiert der Vorstand einen Exodus im Team. Der kanadische Aussenangreifer Jason Prepanier ist bereits am Montag in seine Heimat zurückgeflogen. Die andern Spieler überlegen sich zurzeit, ob sie mit den neuen Rahmenbedigungen des Vorstandes nächste Saison noch bei Kanti spielen wollen. «Die Meinungen gehen zurzeit auseinander», sagt Spieler Patrick Nadig. «Die einen können sich ein weiteres Engagement in Baden vorstellen, andere stehen einem Klubwechsel näher.»

Hoffen auf 2/3-Mehrheit

Übermorgen Freitag wollen die Spieler in einer Sitzung mit Trainer Dustin Reid über ihre sportliche Zukunft entscheiden. «Es ist möglich, dass das Team grösstenteils zusammenbleibt und die nächste NLA-Saison in Angriff nehmen wird», gibt sich Captain Perret unverbindlich. «Möglich aber auch, dass die meisten Spieler abwandern.» Letzteres hätte zur Folge, dass Kanti Baden sein Nationalliga-Team auflösen müsste. «Denn in der NLB», ist Captain Perret überzeugt, «werden wir nicht spielen.»

Perret, Nadig und andere Integrationsfiguren wie Michael Dähler und Marco Jacopini können das Schicksal von Kanti Baden nun selbst bestimmen, wobei die Stimmungslage der Wortführer am Freitag Abend das Zünglein an der Waage spielen dürfte. «Wenn sich zwei Drittel der Spieler für eine Zukunft bei Kanti aussprechen, werden wir die nächste Saison in der NLA bestreiten», glaubt Nadig.

Nicht das erste Team der Region

Wenn nicht, wird nach den Basketballerinnen von ABB Baden und den Landhockey-Spielerinnen des HC Wettingen ein weiteres NLA-Team aus der Region schmerzlich von der Bildfläche verschwinden.

Copyright © 2022 VBC Kanti Baden - Alle Rechte vorbehalten.