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27.09.2002

Reids müheloser Frontenwechsel

Mit verstärkter Nordamerika-Fraktion in die dritte NLA-Saison

Aargauer Zeitung

PATRIK SCHNEIDER

Kanada, pünktlich zum Trainingsstart zurück in Baden, drei Wochen später wieder in Kanada, den Bund fürs Leben schliessen, zurück nach Baden, Zügelstress. Über mangelnde Auslastung durfte sich Dustin Reid, Kanti Badens neuer Trainer, in den letzten Tagen und Wochen nicht beklagen. Zeit für eine Verschnaufpause bleibt ihm kaum. Am Sonntag beginnt gegen Aufsteiger Ecublens die Meisterschaft, die dritte Nationalliga-A-Saison für Kanti Baden.

Der Wechsel der Fronten - vom Spieler zum Trainer - verlief «problemlos und war relativ einfach», sagt der 28-jährige Kanadier. «Ich habe mich schon auf dem Feld immer akustisch bemerkbar gemacht und mich für taktische Dinge interessiert.» Was ihm derzeit am meisten abverlange seien die administrativen Aufgaben als Trainer, der ganze «Papierkram». Am Samstag, als der chinesische Meister Yipinmei Jiangsu zu Gast war, hätten ihm sogar die Schiedsrichter geholfen, da er (zu) lange gebraucht habe, um das Matchblatt auszufüllen. «Da ich das früher nie machen musste, vergesse ich manchmal gewisse Dinge», schmunzelt Reid. «Mitjedem Spiel wird dies besser.»
Die kontinuierliche Steigerung, die erwartet er auch von seiner Mannschaft. Im Bewusstsein, dass nicht von Beginn weg alles so laufen wird, wie er sich das vorstellt. Trotz gewichtiger Abgänge von Routiniers wie René Konrad, Timo Hinrichs, Cornel Borter oder Marcus Dredge will sich Reid aber nicht mit dem Ligaerhalt, einem Ziel, das man sich «grundsätzlich nicht setzen sollte», begnügen. «Wir wollen uns auch gegen die grossen Teams Respekt verschaffen, müssen dazu aber auf dem Feld professioneller werden.» Werde diese stete Entwicklung nicht unterbrochen, könne man in sechs, sieben Jahren die Finalrunde anpeilen. Ob Reid dann noch Trainer sein wird, weiss freilich niemand. Der Kanadier sieht sich selbst allerdings nicht als kurzfristige Lösung: «Ich würde gerne einige Jahre in Baden arbeiten, um mit den jungen Spielern etwas aufzubauen.»
Die Jungen, dazu gehören unter anderen Markus Beeler (22) vom B-Ligisten Voléro Zürich, Eigengewächs Sascha Hohermuth (22) und Marcel Tomic (19) von Croatia Zurzach. Tomic, den Vereinspräsident Reto Huber als ungeschliffenen Diamanten bezeichnet, hat in der Vorbereitung auch Reid schwer beeindruckt. «Seine Einstellung zeugt von Professionalität. Wenn er weiterhin so hart an sich arbeitet, wird er in Zukunft einer der Top-Spieler in der Schweiz.» Hart arbeiten, dies trifft auf die ganze Mannschaft zu. Und deshalb sei es für ihn als Trainer momentan einfach. «Wer das Team spielen sieht, wird glauben, ich sei ein guter Trainer», fügt Reid lachend an.
Die Schlüsselrollen, die belegen wie üblich die Ausländer. Nach Timo Hinrichs´ Rücktritt, Dustin Reids Verpflichtung als Trainer und Greg Lehmans Wechsel nach Appenzell war Kanti Baden gezwungen zu handeln. Mit Jed Stotsenberg (USA) und Jason Trepanier (Ka) hat man die nordamerikanische Fraktion weiter verstärkt.
Stotsenberg, der zuletzt in der deutschen Bundesliga bei Bottrop tätig war, attestiert Reid die Fähigkeit, das Spiel ausserordentlich gut lesen zu können. «Er ist sehr schnell und bringt Emotionen und Energie in die Mannschaft.» Im Fall von Trepanier, der in der ersten spanischen Division bei Elche spielte, ist es ein Wiedersehen zweier Kollegen, die seit ihrem 15. Lebensjahr immer wieder im selben Team engagiert waren. Erst auf lokalem und regionalem Level, dann für knapp vier Jahre in der Nationalmannschaft Kanadas. «Greg zu ersetzen», sagt Reid, «war nicht einfach.» Trepanier könnte aber ein adäquater Nachfolger sein. «Er spielt nicht so spektakulär wie sein Vorgänger, aber um einiges konstanter.»
Gegen allfällige nervenaufreibende Spielchen am Tabellenende ist die Konstanz ein probates Mittel. Huber hat, trotz der Abwesenheit Kanti Badens am Supercup, über Umwege erfahren, dass Ecublens wie auch Lutry-Lavaux nicht sonderlich stark sein sollen. Beide Teams stehen den Aargauern in den ersten drei Runden gegenüber.

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