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31.01.2003

Der Reisser mit wenig Einfluss

Schlusslicht Kanti Baden empfängt am Sonntag die Appenzeller Bären

Aargauer Zeitung

David Wiederkehr

Sportliche Kameruner jagen fast ausnahmslos per Fuss dem Ball nach. Fast ausnahmslos daher, weil Franck Njock die grosse Ausnahme ist. Er ist Volleyballer, und das aus Leidenschaft.

In Italien ging ihm ein Licht auf. Mit der kamerunischen Nationalmannschaft trat Franck Njock am Weltcup auf. Er war von der grossen Welt des Volleyballs begeistert. Njock wuss-te: «ich will in Europa spielen.»

Den Grundstein gelegt hat sich Frank Njock während vier Jahren in den höchsten Ligen Kameruns und Gabuns. Zwar musste er stets nebenher arbeiten und bekam keinen Lohn für seine Leistungen, aber er hat sich zu einem kostbaren Allrounder entwickelt. «Meine Stärke liegt darin, dass ich auf allen Positionen spielen kann», sagt Njock. Als erster Verein hat dies Erstligist Winterthur genutzt. Oder vielmehr: zu nutzen versucht. Aus Gabun nämlich kam vermehrte Male das Veto. Sein Verein gab ihn vorerst nicht frei.
Das tat er erst, als Njock zu Gelterkinden in die Nationalliga A wechselte. Dort kam er einige Male zum Einsatz, Stammspieler aber wurde er nicht. Njock erinnert sich: «Die sprachliche Hürde war sehr gross.» Der 24-jährige Hüne spricht nur französisch. «Dabei wäre ich einer, der auf dem Feld viel redet, der seine Kollegen ansport. Ich bin ein Reisser», sagt Njock. Damit hat er den Bogen zu seinem neuen Verein, Kanti Baden gespannt. Dorthin wechselte der Kameruner vergangenen November nach eineinhalb Jahren Pause. Gelterkinden hatte Njock im Sommer 2001 verlassen, nachdem der Verein freiwillig abgestiegen war. «Auch hier in Baden, ist die Verständigung schwierig», sagt Njock, «aber inzwischen habe ich etwas Deutsch gelernt.» Trotzdem: sein Einfluss auf das Spiel des Tabellenletzten hält sich in Grenzen.
«Die Integration war schwierig», sagt Njock. Auch jetzt noch verhindert die sprachliche Barriere, dass er den Trainings mühelos folgen kann. «Ich bin aber überzeugt davon, dass sich dies ändern wird.» Auch glaubt er, dass es mit Baden bald aufwärts geht: «Alle wollen und arbeiten wie verrückt.» Njock erahnt aber die Ursache des Tiefflugs: «Jede Niederlage drückt uns mehr runter.» Vielleicht erfolgt schon mit dem Heimspiel vom Sonntag gegen die Appenzeller Bären die Wende.

Privat würde Franck Njock gerne seine Schweizer Ehefrau Nora entlasten. Diese ist allein für den Unterhalt der Familie Njock verantwortlich. Obwohl vertraglich zugesichert, erhielt Franck Njock bisher weder Lohn, noch ein Jobangebot von Kanti Baden. «Dass ich nichts verdiene, ist sehr unbefriedigend», sagt Njock. Immerhin hat der 24-Jährige die Gelegenheit, die Zeit mit seinem Sohn Jan zu verbringen.

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