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23.09.2002

Wenn der Duft der Frühlingsrollen lockt

Kanti Baden tankte Moral für die neue Saison

Aargauer Zeitung

MARKUS ZINNIKER

Vor imposanter Kulisse spielte die neu geformte Aargauer Nationaliga-A-Mannschaft phasenweise erfrischendes Volleyball. Trotzdem reichte es nicht ganz, Yipinmei Jiangsu das Wasser zu reichen. Kanti verlor mit 2:3 (19:25, 19:25, 25:19, 25:21, 9:15).

Eine kleine Chinesin lief wild gestikulierend die Strasse auf und ab. Ihr zu helfen, war keine leichte Sache, sie konnte nur kleine Bruchstücke Englisch, geschweige denn Deutsch. Da musste eine improvisierte Zeichensprache helfen: Sie suchte den Eingang zur Volleyball-Halle. In der Hand hielt sie eine Friteuse, die 15 Minuten später den Geruch von feinen Frühlingsrollen produzierte.

Auf dem Feld liessen sich die Akteure vom Duft nicht aus dem Konzept bringen, den weissen Volleyball scharf und präzise auf die andere Seite zu schmettern. Die Gäste aus dem Osten waren in Sachen Schärfe Profis. Die Services erinnerten beinahe an Blitze, und die Schmetterbälle sind mit Superlativen gar nicht mehr zu beschreiben. Trotz dieser chinesischen Geheimwaffe, gepaart mit defensiver Cleverness, technischen Kabinettstückchen und einer ausgeprägten Spielfreude, hielten die Kantispieler erstaunlich gut mit. Der erste Satz ging nur mit 19:25 verloren. Im zweiten war ein ähnliches Bild zu sehen. Der Match war ein Spielen und Spielen lassen. Kanti ging nicht unter, war aber mit Ausnahme des 1:0 nie in Führung. Als Chen Zhang den Satzball zum 25:19 verwertete, war somit auch der zweite Durchgang zu Ende. Die rund 180 Zuschauer spekulierten bereits, ob die chinesischen Ballzauberer auch den dritten mit 25:19 gewinnen würden. Die Kanti-Volleyballer wollten nichts von solchen Spekulationen wissen und spielten im dritten Satz noch konzentrierter. Allen voran Neuverpflichtung Jason Trepanier riss seine Teamkollegen regelrecht mit. Seine Services und Smashes taten dem Kantispiel sichtlich tut. Der Kanadier war manchmal wirklich an allen Orten anzutreffen, wehrte den ersten Ball ab, verlieh dem zweiten die optimale Höhe und schmetterte den dritten mit voller Wucht auf die andere Seite. Patrick Nadig meint zu seinem Mitspieler nur: «Ein Glückgriff für uns. Obwohl Kanti das kleinste Budget der NLA hat, dürfen wir einen solchen Spieler wie Trepanier in unseren Reihen zählen. Das ist sicher auch ein Verdienst unseres Trainers Dustin Reid. Er spielte nämlich früher mit Trepanier in der kanadischen Nationalmanschaft.» Beim Spielstand von 21:18 servierte Trepanier eines seiner Asse. Den darausfolgenden Fünfpunktvorsprung gab Kanti nicht mehr preis und schaukelte den Durchgang mit 25:19 heim. Nun stimmte die Moral endgültig. Frisch gestärkt kehrten die Spieler von Trainer Reid aufs Feld zurück, wild entschlossen auch, den vierten Umgang zu gewinnen. Gedacht, getan. Kanti spielte immer konstanter und führte bald einmal mit 14:10. Was war bloss mit den Gästen los? Vom Potenzial her sollten sie doch ohne Müh und Not vom Platz gehen. Doch vielleicht fühlten sie sich zu siegessicher, jedenfalls gewann Baden seinen zweiten Satz mit 25:21. Nun musste also der fünfte und letzte Durchgang über Sieg und Niederlage entscheiden.

Yipinmei Jiangsu hatte den Ernst der Lage entdeckt und liess nun endgültig die Katze aus dem Sack. Die Chinesen zogen gleich mit 9:2 davon, dies war selbst für die aufopfernd kämpfenden Badener zu viel des Guten. Sie mussten sich im fünften Satz mit 9:15 geschlagen geben. Und auch im darauffolgenden Abendessen mit den asiatischen Gästen zogen die Aargauer den kürzeren: Eigentlich wollte Kanti mit Yipinmei Jiangsu einen Raclette-Abend veranstalten, doch die Gäste beharrten auf ein richtiges chinesisches Essen.

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