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18.10.2002

Mit Unterstützung aus der höchsten Liga

DIE AUFSTEIGER · 1.-Liga-Auftakt für die Routiniers von Kanti Wettingen und

Aargauer Zeitung

Patrik Schneider

Geballt ist sie, die Erfahrung, die das «Dream-Team» von Kanti Wettingen mit in die 1. Liga nimmt. Die 15 Kaderspieler vereinen diesbezüglich fünf Jahre NLA und nahezu 40 Jahre NLB - genug, um sich um den Ligaerhalt eigentlich keine Sorgen machen zu müssen. Vielleicht sogar genug, um zum Geheimtipp in der Gruppe C zu avancieren? «Nein, nein», lacht Trainer Renzo Zehnder, «und wenn es doch so weit käme, dass wir ganz vorne dabei wären, würden wir uns vorher selbst ein Bein stellen.» Ähnlich wie vor eineinhalb Jahren, als man in der 2. Liga gegen Schluss das Tempo etwas zurücknahm - um ja nicht aufzusteigen.

Dass man den Schritt nun, eine Saison später, doch gewagt hat, lag vor allem an den vielen Pflichtübungen in der höchsten Regionalliga und der damit verbundenen Langeweile. «Der Spassfaktor», sagt Zehnder, «ist bei uns sehr zentral.» Richtig Spass mache Volleyball aber nur, wenn man gefordert werde und gute Leistungen zeigen müsse. «Gegen starke Teams spielen wir deshalb auch deutlich besser.»

Wichtigste Bedingung für die teaminterne Zustimmung zum Aufstieg: Der Aufwand darf sich, abgesehen von den etwas längeren Reisen zu den Auswärtsspielen, nicht erhöhen. Bis im Sommer vergnügte sich die Mannschaft deshalb beim Beachen, traf sich danach einmal wöchentlich zur gemeinsamen Vorbereitung. Im Durchschnitt liege der Trainingsaufwand bei jedem einzelnen Spieler aber unter einmal pro Woche, da aufgrund der beruflichen und familiären Belastung mehr gar nicht möglich wäre. Ein Grund, weshalb Zehnder für die 1.-Liga-Partien ein 10-Mann-Kader mit wechselnder Besetzung vorsieht.

Verzichten muss Wettingen vorderhand auf eine der Stützen der vergangenen Saison: Stefan Wyss weilt bis Januar im Ausland. Mit Marcus Dredge, vergangene Saison noch bei Kanti Baden, ist dafür ein weiterer NLA-erfahrener Spieler zum Team gestossen, der das Luxusproblem auf der Hauptangreifer-Position noch verstärkt. Ein anderes Problem sind bei einem Klub, «der von seiner Struktur her fast nicht fähig ist, ein 1.-Liga-Team zu unterhalten», die Finanzen. Vielleicht, so Zehnder, müsse letztlich jeder noch etwas aus dem eigenen Sack drauflegen. «Da wir aber alle gute Jobs haben, sollte dies machbar sein.»

Finanziell ebenfalls nicht auf Rosen gebettet ist bekanntlich Kanti Baden. Dennoch hat man sich nach ernsthaften Diskussionen dazu durchgerungen, dem zweiten Frauenteam nach dem (unverhofften) Aufstieg in die 1. Liga die Möglichkeit, eine Spielklasse höher Erfahrungen zu sammeln, nicht zu verbauen. «Wir freuen uns auf die Liga», sagt Trainerin Sandra Meier, «und ich freue mich speziell darauf, zu sehen, ob meine Taktik, die ich in der 2. Liga entwickelt habe, auch hier Wirkung zeigt.»

Der Ausbildung der jungen Spielerinnen sei die neue Aufgabe nur förderlich, insbesondere des höheren Tempos wegen. «In der 2. Liga fällst du manchmal beinahe von der Bank, so langsam wird gespielt.» Und auch wenn man gleich wieder absteigen sollte, so habe man zumindest hinsichtlich der Geschwindigkeit Fortschritte gemacht. Die Ziele bleiben unverändert: Man will weiterhin das Nationalliga-B-Team so gut wie möglich unterstützen und Anziehungspunkt für Spielerinnen aus der Region bleiben. Wobei sich der Aufstieg auf Letzteres eher negativ auswirkte. «Einige Spielerinnen, die ich gerne im Team gehabt hätte, haben mir abgesagt, da sie den grösseren Aufwand nicht auf sich nehmen wollten.» Zweimal pro Woche steht man in der Halle, am Donnerstag kümmert sich die 32-jährige Ärztin um die Trainingseinheit, am Montag der ehemalige NLA-Spieler und Neo-Co-Trainer René Konrad.

Die Equipe setzt sich hauptsächlich aus Nachwuchsspielerinnen, solchen, die nicht in der Nationalliga B tätig sein wollen, und solchen, die sich «auf dem Rückzug» befinden, zusammen. Sorgen hat Sandra Meier trotz einiger Abgänge nur auf einer Position: «Sabrina Pfirter ist die einzige Passeuse, die wir noch haben.» Ein kleiner Hilfeschrei, der vielleicht irgendwo im Kanton erhört wird . . .

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