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24.02.2016

Chance verpasst: Trainer Markus Graber tritt bei Kanti Baden zurück

Aargauer Zeitung

Pirmin Kramer

Der Männer-Trainer Markus Graber verpasste es, Baden in der Nationalliga B zu etablieren. Im Interview sagt er, warum er nun zurücktritt.

Schwieriger Monat für den Volleyballclub Kanti Baden: Erst stiegen die Damen aus der 1. Liga ab, und diese Woche hat Markus Graber (52) nach fünf Saisons seinen Rücktritt als Trainer der Männer (1. Liga) bekannt gegeben. Er war als Hoffnungsträger aus Laufenburg gekommen, wo er gerade ein Volleyball-Wunder vollbracht und das Team innerhalb von vier Jahren aus der regionalen 2. Liga in die Nationalliga A geführt hatte. Im Interview spricht Graber über die Gründe, warum auch er es nicht geschafft hat, mit Kanti an alte Erfolge anzuknüpfen.

Markus Graber, warum war in Baden ein Volleyball-Wunder wie in Laufenburg nicht möglich?

Markus Graber: Wunder passieren ja nicht jeden Tag. In Laufenburg gab es innerhalb der Mannschaft einen wahnsinnigen Zusammenhalt. In Baden ist der Teamgeist zwar auch absolut intakt, aber wir mussten Jahr für Jahr Abgänge von Führungsspielern verkraften und diese mit Junioren ersetzen. In der abgelaufenen Saison wäre das Kader zu Beginn gut genug für den Aufstieg in die Nationalliga B (NLB) gewesen, aber wir hatten Verletzungs- und Grippepech.

Ihr Ziel, Kanti in der NLB zu etablieren, haben Sie verpasst. Wie gross ist die Enttäuschung?

Im Prinzip könnte man tatsächlich von einem verpassten Ziel reden. Man darf aber nicht vergessen, dass wir eine Saison in der NLB spielten, dann aber auf skandalöse Art und Weise absteigen mussten. Wir erreichten den Platz, von dem es vor der Saison hiess, er würde für den Ligaerhalt reichen. Dann hat der Volleyballverband aber während der Saison eine Änderung beschlossen, und wir mussten zu einem Entscheidungsduell antraben, das wir leider verloren. Und wie gesagt, das Team bestand in den letzten Jahren zur Hälfte aus Junioren.

Grundsätzlich wären die Voraussetzungen für Kanti Baden aber ideal, um an einst erfolgreiche NLB- und NLA-Zeiten anzuknüpfen: Ein grosses Einzugsgebiet, eine tolle Halle und seit Jahren mit BW-Küchen einen grosszügigen Sponsor. Warum klappt es nicht?

Richtig, hier stimmt vieles, auch der Vorstand macht sehr gute Arbeit. Doch leider wurde jahrzehntelang die Nachwuchsarbeit sträflich vernachlässigt, anders kann man es nicht sagen. Kanti Baden profitierte früher immer von der hervorragenden Nachwuchsarbeit bei Städtli Baden und anderen Vereinen aus der Region. Wer sich in der Nationalliga etablieren will, muss aber eigene Junioren nachziehen können, die sich mit dem Verein identifizieren, sonst hat man keine Chance auf nachhaltigen Erfolg. Wir haben darum in den vergangenen fünf Jahren viel Energie in die Nachwuchsabteilung investiert und den Bestand vervierfacht.

Warum nun Ihr Rücktritt?

Weil die Belastung zu gross geworden ist. Ich möchte mich voll auf meine Aufgabe als Nachwuchschef der Frauen bei Voléro Zürich konzentrieren. Hauptberuflich bei einem Verein tätig zu sein, dessen erste Mannschaft in der Champions League spielt, ist natürlich reizvoll. Ich verlasse Baden mit dem guten Gefühl, meinem Nachfolger ein Team mit Aufstiegschancen zu hinterlassen.

Haben Sie es nie bereut, 2014 das lukrative Angebot des italienischen Cupsiegers Modena als Nachwuchschef abgelehnt zu haben?

Das wäre sicher ein spannendes Abenteuer geworden, aber ich habe mich unter anderem aus familiären Gründen dagegen entschieden. Der Schritt ins Ausland wäre zu früh gekommen.

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